Innovationsverfahren

Das Auffinden einer innovativen Idee ist erst der halbe Weg zur erfolgreichen Innovation. Die Umsetzung der ausgewählten Idee stellt oftmals eine große Herausforderung dar. Um mögliche Lösungsstrategien zu finden setzt man in der Beratungspraxis zahlreiche verschiedene Verfahren ein. Zur Lösung technischer Schwierigkeiten eignet sich z.B. das so genannte TRIZ-Konzept, während zur Auffindung von neuen Produktpotentialen beispielsweise die Lead User Methode eingesetzt werden kann. So bestehen also für unterschiedliche Innovationsvorhaben verschiedenste, kombinierbare Verfahren, welche je nach Aufgabenstellung ausgewählt werden müssen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Anwendung sowie Beurteilung der Eignung der unterschiedlichen Innovationsverfahren.

TRIZ-Konzept

Die so genannte TRIZ Methode wurde in den 50er Jahren von dem Russen Genrich Saulowitsch Altschuller entwickelt, wird jedoch erst seit den 90er Jahren in Europa verstärkt angewandt. Die Abkürzung TRIZ steht dabei übersetzt für “Theorie des erfinderischen Problemlösens“. Grundlegend für die Entwicklung der TRIZ Methode war die Analyse zahlreicher technisch bedeutsamer Patentschriften sowie die Ableitung gemeinsamer, systematischer Ansätze um technische Widersprüche zu lösen.

Das Grundgerüst der TRIZ Ansätze bildet dabei die Reduzierung des technischen Problems auf den eigentlichen Widerspruch sowie die grundlegende Überwindung dieses Widerspruchs. Ein Kompromiss wird bei der Lösungsfindung nicht in Betracht gezogen. Bisher als negativ angesehene Eigenschaften sollen stattdessen umgangen oder positiv genutzt werden. Somit wird das anfängliche Problem ein Teil der Lösung.

Lead-User Methode

Bei der so genannten Lead User Methode werden im Gegensatz zu den klassischen Innovationsmethoden nicht nur die Produkthersteller sondern auch die Endverbraucher bzw. Nutzer der Produkte in den Innovationsprozess integriert. Die von Eric von Hippel entwickelte Methode verfolgt im Wesentlichen zwei Zielsetzungen:

  • Auffinden besonders qualifizierter und motivierter Nutzer (Lead User)
  • Einbindung der Lead User in das Innovationsprojekt des Unternehmens zur Entwicklung radikaler Innovationen

Um diese Ziele zu erreichen werden schrittweise vier Phasen durchlaufen:

Phase 1:
Teambildung und Suchfelddefinition
Phase 2:
Identifikation
von Trends
Phase 3:
Identifikation von Lead-Usern
Phase 4:
Entwicklung von Lösungskonzepten

In der ersten Phase steht die Bildung eines interdisziplinären Teams im Vordergrund, welches zunächst den zu untersuchenden Markt bzw. das zu untersuchende Produkt- oder Dienstleistungsfeld definieren sowie die Rahmenbedingungen (z.B. Kosten, Projektlaufzeit, Innovationsgrad usw.) festlegen.

In der darauffolgenden Phase werden externe Wissensquellen wie z.B. das Internet oder Marktexperten herangezogen um zukünftige Trends zu ermitteln und nach Relevanz zu beurteilen und auszuwählen.

Der dritte Schritt befasst sich mit dem Auffinden geeigneter Lead User in dem zuvor festgelegten Bereich. Je nach Struktur des Markts wird dabei auf verschiedene Methoden (sog. Screening bzw. Pyramiding) zurückgegriffen.

In der letzten Phase des Lead User Prozesses wird ein Workshop abgehalten, an dem sowohl die Unternehmensmitarbeiter als auch die Lead User teilnehmen. Ziel dieses Workshops ist sowohl die Auffindung von radikal innovativen Ideen sowie konkreter Lösungsansätze zur Umsetzung der Konzepte.

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