Corporate Carbon Footprint (CCF)
Der Corporate Carbon Footprint ist die Klimabilanz Ihres Unternehmens – Grundlage für wirksames Klimamanagement, gesetzeskonforme Berichterstattung und strategische Dekarbonisierung.
1. Corporate Carbon Footprint (CCF) – Treibhausgasbilanz für Unternehmen
2. Warum ist Klimamanagement für Unternehmen heute unverzichtbar?
3. Was beschreibt der Corporate Carbon Footprint (CCF)?
4. Welche Normen gelten für die Bilanzierung?
5. Wie läuft ein CCF-Projekt bei uns ab?
6. Welche Rolle spielt Software und Digitalisierung dabei?
7. Wie unterstützt ein digitales Klimamanagementsystem bei der Umsetzung?
8. Wie kann der CCF in bestehende Managementsysteme integriert werden?
9. Was ist das Ziel einer THG-Bilanzierung?
10. Welche Vorteile hat die Zusammenarbeit mit unserem Ingenieurteam?
11. Wie kann Hüttl & Vierkorn unterstützen?
Corporate Carbon Footprint (CCF) – Treibhausgasbilanz für Unternehmen
Der politische und gesellschaftliche Druck zum Handeln im Klimaschutz nimmt stetig zu. Unternehmen stehen im Zentrum dieser Transformation: Sie sollen Emissionen reduzieren, Ressourcen effizient nutzen und gleichzeitig Transparenz gegenüber Kunden, Investoren und Aufsichtsbehörden herstellen.
Mit dem europäischen Green Deal, der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der EU-Taxonomie wird die systematische Erfassung und Bewertung von Treibhausgasemissionen zur Pflicht – nicht nur für Großunternehmen, sondern zunehmend auch für Zulieferer und mittelständische Betriebe. Gleichzeitig steigen die Erwartungen von Geschäftspartnern und Kapitalmärkten, Klimarisiken nachvollziehbar zu dokumentieren und Reduktionsstrategien umzusetzen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine belastbare Datenbasis notwendig: Sie entsteht durch eine strukturierte Treibhausgasbilanz, den Corporate Carbon Footprint (CCF). Der CCF bildet den ersten Schritt in Richtung eines wirksamen Klimamanagements. Er schafft Transparenz über Emissionsquellen, ermöglicht die Priorisierung technischer und organisatorischer Maßnahmen und dient als Grundlage für langfristige Dekarbonisierungsstrategien.
Warum ist Klimamanagement für Unternehmen heute unverzichtbar?
Die Folgen des Klimawandels sind längst spürbar: Extremwetter, Ressourcenknappheit und verschärfte gesetzliche Anforderungen machen Klimaschutz zur zentralen Managementaufgabe. Unternehmen stehen in der Verantwortung, Emissionen zu erfassen, zu reduzieren und transparent zu berichten.
Ein wirksames Klimamanagement schafft die Grundlage, Treibhausgase systematisch zu senken, Kosten zu kontrollieren und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Grundlage dafür ist die Treibhausgasbilanz – der Corporate Carbon Footprint (CCF).
Kontaktieren Sie uns und starten Sie Ihre nachhaltige Transformation!
Ihr Ansprechpartner Dr.-Ing. Sigrid Schwub
Was beschreibt der Corporate Carbon Footprint (CCF)?
Der CCF ist die Klimabilanz eines Unternehmens. Er umfasst sämtliche Treibhausgasemissionen aus der Geschäftstätigkeit – aufgeteilt nach den drei international anerkannten Bereichen („Scopes“):
- Scope 1: Direkte Emissionen aus eigenen Anlagen, Fahrzeugen oder Prozessen.
- Scope 2: Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie.
- Scope 3: Weitere indirekte Emissionen aus Lieferkette, Transport, Geschäftsreisen, Abfällen oder Produktnutzung.
Diese Einteilung erlaubt eine strukturierte Erfassung und Zuordnung der Emissionen zu organisatorischen oder prozessbezogenen Verantwortungsbereichen.
Welche Normen gelten für die Bilanzierung?
Die Berechnung des CCF erfolgt auf Grundlage internationaler Standards:
- ISO 14064-1: Erfassung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen auf Organisationsebene,
- GHG Protocol (Corporate Standard): weltweit anerkannter Leitfaden für Unternehmensbilanzen.
Die Ergebnisse können anschließend extern nach ISO 14064-3 verifiziert werden. Diese Prüfung stellt sicher, dass die Bilanz methodisch korrekt und international vergleichbar ist.
Alles was sie über DIN EN ISO 50001 wissen müssen
In diesem Whitepaper geben unsere Experten einen Überblick über die wichtigsten Anforderungen des Energieeffizienzgesetz, der EnSimiMaV, des Gebäudeenergiegesetz und der Richtline zur unternehmerischen Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) und in welchem Umfang diese für ihr Unternehmen/Organisation Gültigkeit haben.
Auch die damit verbundenen Verpflichtungen für ihr Unternehmen/Organisation zur Einhaltung der Vorgaben werden hergeleitet und Schnittmengen aus mehreren verpflichtenden Anforderungen zusammengeführt.
In diesem Whitepaper erfahren Sie u.a. wann Sie ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 einführen dürfen, welche Meldepflichten sie erwarten, wer ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 oder ein softwaregestütztes Gebäudeleitsystem nachrüsten muss und wie sie die erhobenen Informationen im Rahmen der unternehmerischen Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) nutzen können.
Wie läuft ein CCF-Projekt bei uns ab?
Unsere Ingenieure begleiten Sie von der Zieldefinition bis zur prüffähigen Klimabilanz. Der Prozess umfasst:
1. Systemgrenzen und Zieldefinition:
Festlegung von Bilanzrahmen, Standorten, Datenquellen und Verantwortlichkeiten.
2. Datenerfassung:
Erhebung von Energie-, Material-, Transport- und Prozessdaten. Vorhandene Managementsysteme wie ISO 14001, ISO 50001 oder EMAS werden integriert.
3. Datenmanagement und Digitalisierung:
Einrichtung strukturierter Datenflüsse, automatisierte Importe, Plausibilitätsprüfungen und Zuordnung von Emissionsfaktoren.
4. Berechnung und Analyse:
Ermittlung der Emissionen nach Scopes, Erfassung relevanter Treibhausgase (CO₂, CH₄, N₂O, HFCs, PFCs, SF₆, NF₃).
5. Auswertung:
Identifikation der größten Emissionsquellen, Darstellung von Reduktionspotenzialen, Maßnahmenentwicklung.
6. Bericht und Verifizierung:
Erstellung eines prüffähigen THG-Berichts mit Methodik, Annahmen und Unsicherheiten. Vorbereitung auf externe Verifizierung nach ISO 14064-3.
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Ihr Ansprechpartner Dr.-Ing. Sigrid Schwub
Welche Rolle spielt Software und Digitalisierung dabei?
Eine Klimabilanz ist datenintensiv. Digitale Systeme ermöglichen die Automatisierung wiederkehrender Prozesse, reduzieren Aufwand und sichern Datenqualität.
Ein modernes Klimamanagementsystem:
- erfasst alle relevanten Treibhausgase,
- automatisiert die Berechnung von Emissionen,
- verknüpft Energie-, Umwelt- und Prozessdaten,
- ermöglicht flexible Auswertungen nach Scopes, Standorten oder Medien,
- generiert standardisierte und individuelle Berichte,
- unterstützt gesetzliche Berichtspflichten (z. B. CSRD).
Unsere Ingenieure konzipieren und implementieren diese Systeme herstellerneutral, so dass sie nahtlos in bestehende Strukturen eingebunden werden können. Die Datenbasis wird so aufbereitet, dass sie jederzeit für Prüfungen, Nachhaltigkeitsberichte oder Förderanträge genutzt werden kann.
Wie unterstützt ein digitales Klimamanagementsystem bei der Umsetzung der Klimastrategie?
Ein funktionierendes System schafft Transparenz über Emissionsquellen und Fortschritte. Automatisierte Analysen, Kennzahlenbildung und Visualisierungen ermöglichen es, Entwicklungen über Zeiträume und Standorte hinweg zu vergleichen.
Unternehmen können dadurch Reduktionsmaßnahmen datenbasiert planen und ihre Klimaziele messbar steuern. Gleichzeitig reduziert sich der Aufwand zur Erstellung gesetzlich geforderter Nachweise und Reportings erheblich.
Wie kann der CCF in bestehende Managementsysteme integriert werden?
Ein vorhandenes Energiemanagementsystem ist oft der ideale Ausgangspunkt. Da der Großteil der betrieblichen Emissionen auf Energieverbrauch zurückgeht, liegen viele erforderliche Daten bereits vor.
Klimamanagement lässt sich strukturell an die bestehenden ISO-Managementsysteme anlehnen. Die High-Level-Structure der ISO-Normen bietet dafür einen organisatorischen Rahmen. Umweltmanagementsysteme nach EMAS oder ISO 14001 enthalten viele Schnittmengen und können um klimabezogene Inhalte erweitert werden.
Was ist das Ziel einer THG-Bilanzierung?
Die Bilanz ist nicht nur ein Bericht, sondern das Steuerungsinstrument für Klimaschutz im Unternehmen. Sie dient dazu:
- Reduktionspotenziale zu erkennen,
- Maßnahmen wirtschaftlich zu bewerten,
- Fortschritte messbar zu machen,
- Risiken und Chancen zu dokumentieren,
- und Klimaziele mit Kennzahlen zu hinterlegen.
So entsteht ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der sich in das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement integriert.
Welche Vorteile hat die Zusammenarbeit mit unserem Ingenieurteam?
- Fachlich fundierte Beratung nach ISO- und GHG-Standards.
- Kombination aus technischer Prozesskompetenz und Umweltmanagement.
- Integration vorhandener Systeme und Datenquellen.
- Aufbau digitaler Strukturen für wiederkehrende Klimaberichte.
- Verifizierungsnahe Dokumentation für externe Prüfungen.
- Langfristige Begleitung auf dem Weg zur Klimaneutralität.
Wir verstehen Klimamanagement als technische und organisatorische Ingenieurleistung – messbar, nachvollziehbar und praxisorientiert.
Wie kann Hüttl & Vierkorn unterstützen?
Sie möchten Ihr Unternehmen klimabilanzieren oder ein bestehendes Energiemanagementsystem zu einem Klimamanagement ausbauen?
Unsere Ingenieure erarbeiten mit Ihnen die passende Vorgehensweise, die Systemgrenzen und die Datenstruktur – auf Wunsch mit digitalem Reportingkonzept.


