Die Berufsförderungswerk Nürnberg gemeinnützige GmbH (bfw Nürnberg) hat die Einführung ihres Energiemanagementsystems erfolgreich abgeschlossen und wurde erstmals nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Hüttl & Vierkorn Management Consulting begleitete das bfw Nürnberg von der Einführung des Energiemanagementsystems über den Aufbau einer softwaregestützten Energiemanagementorganisation bis zur erfolgreichen Zertifizierung.
Damit wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Aus der systematischen Erfassung und Analyse von Energieverbräuchen entstehen bereits heute konkrete Erkenntnisse für die Verbesserung der Energieeffizienz – vom Gebäude über Großküchen und Beleuchtung bis zur Optimierung der Energieversorgung.
Energiemanagement in Nürnberg erfolgreich eingeführt
Bereits bei Projektbeginn war das Ziel klar definiert: Das Energiemanagement der Berufsförderungswerk Nürnberg gemeinnützige GmbH sollte nicht nur die Anforderungen der DIN EN ISO 50001 erfüllen. Gleichzeitig sollte eine belastbare Datenbasis entstehen, mit der Energieverbräuche transparent gemacht, Einsparpotenziale erkannt und Verbesserungsmaßnahmen systematisch bewertet werden können.
Auf Seiten des bfw Nürnberg wurde die Einführung insbesondere durch Frau Anja Wilde und ihr Team betreut. Seitens der Hüttl & Vierkorn Management Consulting verantwortete unsere Projektleiterin Frau Dr.-Ing. Sigrid Schwub die fachliche Begleitung.
Gemeinsam wurden die notwendigen organisatorischen Strukturen und Prozesse aufgebaut, Energiedaten systematisch ausgewertet, energetische Bewertungen durchgeführt sowie Ziele, Kennzahlen und Maßnahmen für die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung entwickelt.
Mit der erfolgreichen Erstzertifizierung wurde nun bestätigt, dass das aufgebaute Energiemanagementsystem die Anforderungen der ISO 50001 erfüllt.

Softwaregestütztes Energiemanagement als Grundlage für belastbare Entscheidungen
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war die Einführung einer softwaregestützten Energiemanagementorganisation.
Ein wirksames Energiemanagement benötigt belastbare Daten. Erst wenn Energieverbräuche strukturiert erfasst, einzelnen Verbrauchern und Bereichen zugeordnet und über längere Zeiträume analysiert werden können, lassen sich Auffälligkeiten und Einsparpotenziale zuverlässig erkennen.
Deshalb verbindet Hüttl & Vierkorn bei der Einführung von Energiemanagementsystemen nach ISO 50001 die organisatorischen Anforderungen des Managementsystems mit technischen Fragestellungen der Energie-, Umwelt- und Prozessdatenerfassung und -auswertung.
Beim bfw Nürnberg bildet diese Verbindung inzwischen die Grundlage dafür, Energieeffizienzmaßnahmen zunehmend datengestützt abzuleiten und deren Wirksamkeit messbar zu machen.
Von Gebäuden und Großküchen bis zum BHKW: erste Effizienzpotenziale identifiziert
Bereits während der Einführung des Energiemanagementsystems konnten unterschiedliche Ansatzpunkte zur Verbesserung der Energieeffizienz identifiziert werden.
Dabei zeigte sich auch, wie breit Energiemanagement in einer größeren Organisation betrachtet werden muss. Einsparpotenziale beschränken sich nicht auf einen einzelnen Energieträger oder eine einzelne technische Anlage.
Zu den im Projekt betrachteten Bereichen gehören unter anderem:
- gebäudliche und gebäudetechnische Maßnahmen
- technische Optimierungen in den Großküchen
- Optimierung der Parkplatzbeleuchtung
- Überprüfung und Anpassung technischer Betriebsweisen
- Optimierung des örtlichen Blockheizkraftwerks (BHKW)
Bei der datengestützten Analyse des BHKW wurde beispielsweise festgestellt, dass dessen derzeitige Einstellungen nicht optimal auf den tatsächlichen Betrieb abgestimmt sind. Eine Überarbeitung der Einstellungen und Betriebsparameter bietet daher einen konkreten Ansatzpunkt zur energetischen Optimierung.
Genau hier zeigt sich der Mehrwert eines systematischen Energiemanagements: Energieeffizienz wird nicht mehr ausschließlich über einzelne Investitionsprojekte betrachtet. Verbrauchsdaten, technische Anlagen, Gebäude, Betriebsweisen und organisatorische Prozesse werden gemeinsam analysiert.
Mittlerweile findet darüber hinaus eine systematische Überprüfung der Investitionsplanung auf energieeffiziente Neuinvestitionen und Ersatzbeschaffungen statt. Energieeffizienz wird damit bereits bei anstehenden Investitionsentscheidungen berücksichtigt. Gleichzeitig können frühzeitig zur Verfügung stehende Fördermöglichkeiten für energieeffiziente Technologien und Maßnahmen geprüft und bei der Investitionsentscheidung berücksichtigt werden.

Energiemanagement einführen – was brauche ich dafür?
Unternehmen und Organisationen, die ein Energiemanagement einführen möchten, stehen zu Beginn häufig vor der Frage: Was brauche ich für ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001?
Ein funktionierendes Energiemanagementsystem besteht aus deutlich mehr als einer Energiemanagementsoftware. Für eine erfolgreiche Einführung müssen insbesondere Organisation, Technik und Daten zusammengeführt werden.
Zu den wesentlichen Bausteinen gehören:
- Festlegung von Verantwortlichkeiten und Energieteam
Zuständigkeiten für das Energiemanagement müssen innerhalb der Organisation eindeutig geregelt werden. - Erfassung der Energieverbräuche und Energieträger
Strom, Gas, Wärme, Kraftstoffe und weitere relevante Energieverbräuche müssen strukturiert erfasst werden. - Energetische Bewertung
Die wesentlichen Energieeinsätze und relevanten Einflussgrößen werden identifiziert und bewertet. - Mess- und Energiedatenkonzept
Vorhandene Zähler, Messsysteme und Datenquellen werden geprüft und bei Bedarf durch zusätzliche Messtechnik ergänzt. - Energiemanagementsoftware und Datenauswertung
Energiedaten sollten möglichst automatisiert zusammengeführt und für Kennzahlen, Analysen und Bewertungen nutzbar gemacht werden. - Energiekennzahlen und energetische Ausgangsbasen
Geeignete Kennzahlen machen die Entwicklung der energiebezogenen Leistung messbar. - Ziele und Energieeffizienzmaßnahmen
Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden konkrete Verbesserungsmaßnahmen entwickelt, bewertet und priorisiert. - Dokumentierte Prozesse nach ISO 50001
Die Anforderungen des Managementsystems müssen in die betrieblichen Abläufe integriert werden. - Interne Audits und Managementbewertung
Vor der Zertifizierung wird überprüft, ob das Energiemanagementsystem wirksam umgesetzt wurde und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. - Vorbereitung und Begleitung der Zertifizierung
Abschließend erfolgt die Prüfung durch eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft.
Das Beispiel der Berufsförderungswerk Nürnberg gemeinnützige GmbH zeigt dabei einen entscheidenden Punkt: Energiemanagement und Energieeffizienz sollten nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Die ISO 50001 schafft die organisatorische Struktur – den tatsächlichen wirtschaftlichen und energetischen Nutzen erzeugen insbesondere die daraus gewonnenen Erkenntnisse und umgesetzten Verbesserungsmaßnahmen.

Energiemanagement über Nürnberg hinaus – die Standorte des bfw
Das Energiemanagement der Berufsförderungswerk Nürnberg gemeinnützige GmbH ist nicht allein auf den Hauptstandort in Nürnberg beschränkt. Mit seinen Standorten und Angeboten ist das bfw in weiten Teilen Nordbayerns und darüber hinaus regional vertreten.
Zum Standortnetz gehören Nürnberg, Ansbach, Aschaffenburg, Bad Neustadt an der Saale, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Neumarkt in der Oberpfalz, Roth, Schweinfurt, Schwäbisch Hall, Weiden in der Oberpfalz, Weißenburg und Würzburg. Hinzu kommt das BTZ in Nürnberg.
Damit erstrecken sich die Anforderungen an ein systematisches Energiemanagement über unterschiedliche Gebäude, technische Anlagen und Nutzungsstrukturen. Gerade bei Organisationen mit mehreren Standorten ist eine zentrale und einheitliche Struktur für Energiedaten, Energiekennzahlen und Verbesserungsmaßnahmen von besonderer Bedeutung.
Die zentrale Organisation und softwaregestützte Auswertung von Energiedaten schafft die Grundlage, Energieverbräuche standortübergreifend transparent zu machen, energetische Auffälligkeiten zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen systematisch abzuleiten.
Das Projekt zeigt damit auch, wie sich ein Energiemanagement nach ISO 50001 für Organisationen mit mehreren Standorten aufbauen und dauerhaft in die betrieblichen Abläufe integrieren lässt.
Energiemanagement Nürnberg einführen – Beratung durch Hüttl & Vierkorn
Hüttl & Vierkorn Management Consulting begleitet Unternehmen und Organisationen bei der Einführung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001 sowie bei deren Digitalisierung und kontinuierlicher Weiterentwicklung.
Unser Leistungsumfang reicht dabei von der Auslegung und Einbringung geeigneter Messtechnik über die Einführung verschiedener Energiemonitoring- und Energiemanagementsoftwarelösungen bis zum vollständigen organisatorischen Aufbau eines zertifizierungsfähigen Energiemanagementsystems nach ISO 50001.
Dabei verbinden wir Managementberatung mit technischer Energie- und Umweltberatung, Gebäude- und Anlagentechnik sowie IT-, Energie-, Umwelt- und Prozessdatenkompetenz. Dadurch können wir nicht nur die für eine Zertifizierung erforderlichen Strukturen aufbauen, sondern gemeinsam mit unseren Kunden auch die technischen und wirtschaftlichen Potenziale hinter den erhobenen Daten untersuchen.
Von unserem Standort aus begleiten wir Unternehmen und Organisationen bei der Einführung von Energiemanagementsystemen in Nürnberg, der Metropolregion Nürnberg und in ganz Nordbayern.
Unsere Unterstützung umfasst beispielsweise:
- Aufbau und Einführung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001
- energetische Bewertung und Identifikation wesentlicher Energieeinsätze
- Aufbau von Energiekennzahlen und energetischen Ausgangsbasen
- Entwicklung von Mess- und Energiedatenkonzepten
- Auslegung und Einbringung geeigneter Messtechnik
- Einführung und Integration von Energiemonitoring- und Energiemanagementsoftware
- technische Analyse von Gebäuden, Anlagen und Prozessen
- Identifikation und Wirtschaftlichkeitsbewertung von Energieeffizienzmaßnahmen
- energetische Bewertung geplanter Neu- und Ersatzinvestitionen
- Prüfung geeigneter Fördermöglichkeiten für Energieeffizienzmaßnahmen
- Durchführung interner Audits
- Vorbereitung und Begleitung der ISO-50001-Zertifizierung
- fortlaufende Betreuung als externer Energiemanagementbeauftragter
Erfolgreiche ISO-50001-Zertifizierung als Startpunkt für die kontinuierliche Verbesserung
Mit der erfolgreichen Erstzertifizierung ist die Einführung bei der Berufsförderungswerk Nürnberg gemeinnützige GmbH abgeschlossen – das Energiemanagement selbst beginnt damit jedoch erst seine langfristige Wirkung zu entfalten.
Die geschaffene Daten- und Organisationsstruktur ermöglicht es, Energieverbräuche zukünftig kontinuierlich zu bewerten, Abweichungen zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen auf Grundlage belastbarer Daten zu entwickeln. Gleichzeitig wird Energieeffizienz zunehmend bereits in Investitionsentscheidungen integriert.
Die identifizierten Potenziale bei Gebäuden, Großküchen, Beleuchtung und BHKW zeigen, wie aus einem Managementsystem ein praktisches Instrument zur Verbesserung von Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit werden kann.
Wir gratulieren der Berufsförderungswerk Nürnberg gemeinnützige GmbH zur erfolgreichen Erstzertifizierung nach DIN EN ISO 50001 und bedanken uns bei Frau Anja Wilde und dem gesamten Team des bfw für die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Sie möchten ein Energiemanagementsystem in Nürnberg einführen?
Sie möchten wissen, welche Anforderungen die ISO 50001 an Ihr Unternehmen stellt, was Sie für die Einführung eines Energiemanagementsystems benötigen, welche Energiedaten erforderlich sind oder wie Sie ein bestehendes Energiemonitoring in ein zertifizierbares Energiemanagementsystem überführen können?
Frau Dr.-Ing. Sigrid Schwub und unser Team unterstützen Sie von der ersten Bestandsaufnahme über Messtechnik, Software und die technische sowie organisatorische Einführung bis zur erfolgreichen Zertifizierung und anschließenden kontinuierlichen Verbesserung Ihres Energiemanagementsystems.
Ihre Ansprechpartnerin:
Frau Dr.-Ing. Sigrid Schwub
Energie- und Umweltmanagementauditorin
Tel.: +49 9831 683940
