Die PCA Roboter- und Automatisierungstechnik GmbH aus Leutershausen in der Metropolregion Nürnberg hat gemeinsam mit der Management Consulting Hüttl & Vierkorn die Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024 gestartet.
Mit diesem Projekt schafft das Unternehmen die organisatorischen Voraussetzungen, Informationswerte systematisch zu schützen und Informationssicherheit dauerhaft in die Unternehmensorganisation zu integrieren. Ergänzend zur ISMS-Einführung werden die Auswirkungen des Cyber Resilience Act (CRA), der NIS-2-Richtlinie, des EU Data Act sowie des EU AI Act bewertet und die Datenschutzorganisation überprüft. Diese Leistungen sind eigenständige Beratungsbausteine und nicht Bestandteil der Normanforderungen der DIN EN ISO/IEC 27001:2024.
Die Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems ist heute für viele Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus kein isoliertes IT-Projekt mehr. Sie bildet die organisatorische Grundlage für Informationssicherheit, Risikomanagement, Compliance und die Erfüllung wachsender Kunden- und Gesetzesanforderungen.
Warum Informationssicherheit im Maschinen- und Anlagenbau an Bedeutung gewinnt
Digitalisierung, Industrie 4.0, Robotik und vernetzte Produktionsanlagen verändern den Maschinenbau nachhaltig. Entwicklungsdaten, SPS-Programme, CAD-Modelle, digitale Zwillinge, Fernwartungszugänge und Produktionsdaten gehören heute zu den wichtigsten Unternehmenswerten.
Diese Informationswerte sind für den Geschäftserfolg ebenso entscheidend wie Maschinen oder Produktionsanlagen. Ihr Verlust, ihre Manipulation oder ihre unberechtigte Offenlegung kann zu Produktionsausfällen, Know-how-Verlust, Vertragsverletzungen oder erheblichen wirtschaftlichen Schäden führen.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen von Kunden, Geschäftspartnern und Gesetzgebern. Immer häufiger wird ein strukturierter Nachweis über den Umgang mit Informationssicherheit verlangt – insbesondere bei Unternehmen der Automatisierungs-, Robotik- und Sondermaschinenbranche.
Informationssicherheit entwickelt sich dadurch von einer technischen Aufgabe zu einer Managementaufgabe.

Individuelle Automatisierungs- und Verpackungslösungen für die Industrie
Die PCA Roboter- und Automatisierungstechnik GmbH entwickelt und realisiert seit 1993 individuelle Automatisierungs-, Verpackungs- und Palettierlösungen für Industrieunternehmen unterschiedlichster Branchen. Das Unternehmen begleitet seine Kunden von der Planung und Konstruktion über die Fertigung bis zur Inbetriebnahme kompletter Anlagen und entwickelt Lösungen, die exakt auf die jeweiligen Produktions- und Verpackungsprozesse abgestimmt sind.
Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem:
- Roboter- und Portalpalettiersysteme
- Palettensicherung und Stretchwickler
- Kartonaufrichter, Sammelpacker und Verschließer
- Produkt- und Palettenfördertechnik
- Sondermaschinen für Handhabungs-, Stapel-, Entstapel-, Dreh- und Kippaufgaben
- schlüsselfertige Gesamtanlagen – von der Sekundärverpackung bis zur versandfertigen Palette
Die Anlagen integrieren moderne Robotertechnik, SPS-Steuerungen, Sensorik, Antriebstechnik und digitale Kommunikationsschnittstellen. Damit entstehen hochautomatisierte Produktionssysteme, die hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von Informationen stellen. Konstruktionsdaten, SPS-Programme, Roboterprogramme, Produktionsparameter, Servicezugänge und Kundendaten gehören dabei zu den geschäftskritischen Informationswerten des Unternehmens.
Vor diesem Hintergrund ist die Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024 ein konsequenter Schritt. Ziel ist es, Informationssicherheit als festen Bestandteil der Unternehmensorganisation zu etablieren und gleichzeitig die Grundlage für zukünftige regulatorische Anforderungen sowie steigende Kundenanforderungen an Cyber-Resilienz und Compliance zu schaffen.
Was ein Informationssicherheitsmanagementsystem nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024 leistet
Die DIN EN ISO/IEC 27001:2024 beschreibt die Anforderungen an ein Informationssicherheitsmanagementsystem. Im Mittelpunkt steht nicht die Einführung einzelner technischer Sicherheitsmaßnahmen, sondern der Aufbau eines Managementsystems, mit dem Informationssicherheit geplant, gesteuert, überwacht und kontinuierlich verbessert wird.
Ein ISMS verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und verbindet technische, organisatorische, personelle und physische Sicherheitsmaßnahmen. Ziel ist der Schutz der drei Schutzziele der Informationssicherheit:
- Vertraulichkeit
- Integrität
- Verfügbarkeit
Informationssicherheit wird dadurch zu einem festen Bestandteil der Unternehmensführung und nicht ausschließlich Aufgabe der IT-Abteilung.
Zentrale Elemente eines Informationssicherheitsmanagementsystems
Ein Informationssicherheitsmanagementsystem schafft die organisatorischen Rahmenbedingungen für einen systematischen Umgang mit Informationsrisiken. Grundlage ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess nach dem PDCA-Modell (Plan – Do – Check – Act).
Zu den wesentlichen Managementelementen gehören:
- Festlegung des Anwendungsbereiches (Scope)
- Informationssicherheitsorganisation und Governance
- Identifikation und Bewertung von Informationswerten (Asset Management)
- Schutzbedarfsfeststellung
- Risikoanalysen und Risikobehandlung
- Sicherheitsrichtlinien und Managementdokumentation
- Lieferanten- und Dienstleistermanagement
- Incident Management
- Business Continuity Management (BCM)
- Schulungs- und Sensibilisierungskonzepte
- interne Audits
- Managementbewertungen
- kontinuierliche Verbesserung
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die systematische Ermittlung gesetzlicher, regulatorischer und vertraglicher Anforderungen. In der Praxis erfolgt dies häufig über ein Rechts- und Pflichtenkataster, das alle relevanten Verpflichtungen dokumentiert, bewertet und hinsichtlich ihrer Umsetzung überwacht. Dadurch lassen sich neue Anforderungen strukturiert in bestehende Managementprozesse integrieren.

Warum ein ISMS die Grundlage für zukünftige regulatorische Anforderungen bildet
Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie der Automatisierungstechnik entwickeln, fertigen und betreiben heute zunehmend digital vernetzte Produkte und Produktionssysteme. Maschinen verfügen über SPS-Steuerungen, Industrie-PCs, Fernwartungszugänge, IIoT-Anbindungen, Cloud-Schnittstellen oder KI-gestützte Funktionen und sind häufig Bestandteil hochgradig vernetzter Produktionsumgebungen.
Mit dieser Entwicklung steigen nicht nur die Anforderungen an die Informationssicherheit, sondern auch die Anzahl gesetzlicher und regulatorischer Verpflichtungen. Viele Maschinenbauunternehmen sind unmittelbar oder mittelbar von europäischen Regelwerken betroffen – entweder weil sie selbst unter den Anwendungsbereich fallen oder weil ihre Kunden entsprechende Nachweise entlang der Lieferkette verlangen.
Hierzu gehören insbesondere:
- Cyber Resilience Act (CRA) mit Anforderungen an die Cybersicherheit digitaler Produkte über deren gesamten Lebenszyklus,
- NIS-2-Richtlinie mit Vorgaben zum Cyber-Risikomanagement und zu organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen,
- EU Data Act mit Anforderungen an den Zugang und die Bereitstellung von Maschinendaten,
- EU AI Act beim Einsatz oder der Entwicklung KI-gestützter Funktionen und Systeme sowie
- die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) beim Umgang mit personenbezogenen Daten.
Ein Informationssicherheitsmanagementsystem nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024 schafft hierfür die organisatorische Grundlage. Durch etablierte Managementprozesse wie Governance, Asset Management, Schutzbedarfsfeststellungen, Risikomanagement, interne Audits, Managementbewertungen sowie ein Rechts- und Pflichtenkataster können neue gesetzliche Anforderungen strukturiert bewertet und in bestehende Unternehmensprozesse integriert werden.
Gerade für Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus bedeutet dies einen entscheidenden Vorteil: Anstatt für jede neue Verordnung separate Organisationsstrukturen aufzubauen, können regulatorische Anforderungen auf einem bereits etablierten Managementsystem aufsetzen. Dadurch reduzieren sich Einführungsaufwand, Doppelarbeiten und langfristige Compliance-Risiken erheblich.
Praxisprojekt bei der PCA Roboter- und Automatisierungstechnik GmbH
Im Mittelpunkt des Projektes steht die Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024.
Gemeinsam mit der Management Consulting Hüttl & Vierkorn werden die organisatorischen Grundlagen geschaffen, um Informationssicherheit dauerhaft in der Unternehmensorganisation zu etablieren. Hierzu gehören unter anderem die Festlegung des Anwendungsbereiches, der Aufbau der Informationssicherheitsorganisation, die Durchführung von Schutzbedarfsfeststellungen und Risikoanalysen, die Erstellung der erforderlichen Managementdokumentation sowie die Einführung der notwendigen Managementprozesse.
Ziel ist der Aufbau eines wirksamen Managementsystems, das kontinuierlich weiterentwickelt werden kann und – sofern gewünscht – auf eine spätere Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024 vorbereitet.
Ergänzende Beratungsleistungen zum ISMS nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024
Ergänzend zur Einführung des Informationssicherheitsmanagementsystems wurden weitere Beratungsleistungen beauftragt. Diese Leistungen sind eigenständige Beratungsbausteine und können unabhängig von einer ISMS-Einführung durchgeführt werden.
Sie umfassen insbesondere:
- Betroffenheitsprüfung zum Cyber Resilience Act (CRA)
- Analyse der Anforderungen der NIS-2-Richtlinie
- Bewertung der Auswirkungen des EU Data Act
- Bewertung der Auswirkungen des EU AI Act
- Aufbau und Pflege eines Rechts- und Pflichtenkatasters
- Überprüfung und Aktualisierung der Datenschutzorganisation
- Governance-, Risiko- und Compliance-Management (GRC)
Durch diesen modularen Beratungsansatz können Unternehmen regulatorische Anforderungen gezielt bewerten und entsprechend ihrer individuellen Ausgangssituation umsetzen.

Informationssicherheit als Bestandteil moderner Unternehmensführung
Informationssicherheit ist heute ein wesentlicher Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Für Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus schafft ein Informationssicherheitsmanagementsystem nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024 die organisatorischen Voraussetzungen, Informationswerte systematisch zu schützen, Risiken nachvollziehbar zu steuern und regulatorische Anforderungen effizient umzusetzen.
Mit dem gemeinsamen Projekt schaffen die PCA Roboter- und Automatisierungstechnik GmbH und die Management Consulting Hüttl & Vierkorn die Grundlage für ein strukturiertes Informationssicherheitsmanagement, das technische, organisatorische, personelle und physische Sicherheitsmaßnahmen in einem ganzheitlichen Managementsystem zusammenführt.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Unternehmen aus Leutershausen, Ansbach, Mittelfranken und der Metropolregion Nürnberg Informationssicherheit als strategischen Bestandteil ihrer Unternehmensorganisation etablieren und sich gleichzeitig auf zukünftige Anforderungen aus Gesetzgebung, Normung und Kundenanforderungen vorbereiten können.
Ihr persönlicher Ansprechpartner für die Einführung von Informationssicherheitsmanagementsystemen nach DIN EN ISO/IEC 27001:2024
Herr Christoph Ernst
ISMS-Consultant
📞 Tel.: 09831 – 683940
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